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 KAPITEL EINS

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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Mi Okt 12, 2011 1:08 pm

Stormbreaker stand etwas abseits und döste. Sein Hinterhuf war angewinkelt, und er verlagerte sein Gewicht auf den anderen Huf, während er dem Gespräch der anderen zuhörte. Es war viel passiert, seit Stormbreaker sich etwas von der Herde entfernt hatte. Merlin war aufgewacht, ok, das hatte er noch mitbekommen und sich riesig gefreut, und auch, dass Rhaveén zurückgekommen war, hatte er nicht verpasst.
Aber irgendwie war ihm dieser Rhaveén Iyzán ein klein wenig unsympathisch. Mit dessen gesamter Ausstrahlung - war es die Größe, die Rhaveén für Stormbreaker so unsympathisch machte, oder die Tatsache, dass sein schwarzes Fell dessen Wesen noch unterstrich? Der gescheckte Marwarihengst wusste es nicht. Fazit war jedoch, dass Rhaveén ein nicht gerade freundlicher Zeitgenosse war, und auch Frisky schien er nicht besonders zu mögen.
Bei so viel Theater konnte Stormbreaker nur den Kopf schütteln. Er hielt sich aus dem am besten raus, er hatte selbst ja schon für genug Trubel und Wirbel gesorgt, da musste er sich nicht noch in die Angelegenheiten der anderen einmischen.

Was Stormbreaker aber nur aus dem Augenwinkel mitbekommen hatte, war, dass der stille und unscheinbare weiße Araberhengst sich von der - wie mag man sie nennen? Herde? - entfernt hatte und so wie es aussah seine eigenen Wege gehen wollte. Nun, Stormbreaker konnte das nur recht sein. Er hatte diesen seltsamen Schimmel ja nicht einmal gekannt, also sollte es ihm nichts ausmachen.
Doch nun unterhielten sich die anderen über etwas anderes, als der seltsame Nyota Kucheza etwas bemerkte. Er sprach über etwas seltsames, einen Stern der Hofnung. Meine Güte, waren hier den alle verrückt? Zuerst Smilie mit ihrem Heilergeist, ok, Frisky und Merlin waren eigentlich noch relativ normal....aber dieser Rha...! Nein, Stormbreaker würde jetzt nicht nochmal von dem Friesen anfangen. Er hatte sich schon genug aufgeregt, Tatsache war, dass Nyota Kucheza auch zu diesen seltsamen Kauzen gehörte. Doch irgendetwas logisches hatte dessen Aussage über den Stern.
Stormbreaker schnaubte einmal kurz, dann bewegte er sich langsam auf die Gruppe zu, um etwas von dem Geschehn mitzukriegen. Dabei konnte er es nicht lassen, Rhaveén eine Bemerkung an den Kopf zu werfen.

"Oh, Rhaveén Iyzán, konnte man deinen Dickkopf doch dazu bewegen, zurückzukommen?"

Stormbreaker gähnte, dann grinste er den schwarzen Friesen schelmisch an.
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Merlin
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Mi Okt 12, 2011 5:48 pm

"Dinge geschehen, ohne das wird sie begreifen.
Aber vielleicht ist das ganz gut so."


Irgendwie beschlich Merlin ein warmes gefühl. Er schöpfte wieder etwas Hoffnung, dass Friskys Vorhaben, nämlich die Menschen zurückzudrängen und den Pferden wieder etwas mehr Raum in diesem Land zu verschaffen, doch noch irgendwie gelingen könnte. Nicht nur, da Rhaveén wieder hier war. Natürlich fühlte er sich mit seinem Freund an der Seite wohler, wer tat das denn nicht, aber da war auch noch etwas anderes. Die Pferde hier, sie waren anders. Er hatte zwar von Anfang an gemerkt, dass das hier keine öden Langweiler waren, damals als er Frisky begegnet war, hatte er bereits gewusst, dass er bei ihr bleiben würde. Nicht nur, weil er sich ihr schuldig fühlte.
Die Herde hatte etwas Wundersames. Es war nicht nur jeder für jeden da, sie waren doch auch alle recht gute Freunde. Das Bild, dass sich Melrin von Nyota und Smilie bot bestätigte ihn darin nur und er musste augenblicklich wohlig lächeln. Der Braune schien ihm zwar etwas verschlossen und verklemmt, doch irgendwann würde auch dies zu bröckeln beginnen. Merlin warf einen Blick über die Schulter zu Rhaveén und Frisky, doch die beidne sprachen ruihg miteinander, was darauf schließen ließ, dass Rha noch nciht vollkommen den Verstand verloren hatte. Auch den Shire hatte es etwas verblüfft, das der Schwarze, so einfach Friskys Einladung zu bleiben gefolgt war und er wurde den Gednaken nicht los, dass Rhaveén etwas im Schilde führte.

Der Stern der Hoffnung.
Vom Polarstern hatte Melrin schon einige Male etwas gehört. Damals, als Rhaveén und er ausgebrochen waren und die Rolle des Mentors sozusagen getauscht hatten, hatte der Friese öfters von diesem Stern gesprochen. Auch er hatte ihn nur als Polarstern bezeichnet, Merlin glaubte, dass Rhaveén sich einfach nciht viel aus irgendwelchen poetischen Namen machte und wohl auch den Sinn darin nicht verstand.
Aufmerksam sah der Shire Horse Hengst den Braunen an und lauschte nachdenklich dessen Worten. Nachdem der andere geendet hatte, hüllte ein langes Schweigen die beiden ein, dass Merlin dann doch durchbrach.

>> Warum sollte deine Hoffnung dahin sein, Nyota Kucheza? Alles was wir lieben wird auf ewig bei uns sein. In unseren Herzen und als Schatten an unserer Seite. Irgendwann wird auch dieser Stern erlischen, wie es jeder andere eines Tages ebenfalls tut, doch bis dahin weilst du nicht mehr hier auf Erden. Und was nach dem Tod ist, kann dir niemand sagen, denn bisher ist dahe rnoch niemand zurückgekehrt. <<

Merlin wandte den Blick vom Himmel ab, der langsam aber sicher düsterer wurde. Bald würde die Nacht sie vollkommen einhüllen. Dunkel, schwarz und unnahbar. Er mochte die Nacht nicht sondelrich. Rhaveén dagegen war nachts in seinem Element. Ihn konnte man dann ja auch nicht sehen.
Der große Braune sah Nyota an. Nachdenklich, freundlich und ruhig zugleich.

>> Wenn du deine Hoffnung aufgibst, gibst du dich auf. Und das darfst du niemals zulassen. Niemand ist perfekt und es ist in Ordnung, so wie es ist. <<

Er wusste selbst nicht, warum er das sagte, aber Nyota schien nicht sonderlich viel von sich selbst zu halten, zumindest sah Merlin ihm an, dass etwas nicht stimmte. Das hieß, eigentlich sah er es ihm nicht an, er spürte es. Und er hatte Nyota genau, wie alle anderen hier, schon längst in sein Herz geschlossen, auch wenn sie noch nicht allzuviel miteinander gesprochen hatten. Aber das ließ sich ja ändern.



{ Nyota | denkt an Rha und früher | Nyota | spricht }

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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Mi Okt 12, 2011 8:40 pm

Nyota sah zu Merlin und ihm schmerzte alles. Er würde ihm nicht sagen können, dass eine Prophezeiung auf ihm lag und dass sie alle vielleicht in Gefahr wären. Er konnte es nicht.
Sein Schmerz spiegelte sich in seinen Augen wieder. Wenn er es gekonnt hätte, hätte er vielleicht geweint. Aber er konnte schließlich nicht. Er war ein Pferd. Kein Mensch.

"Alles, was wir lieben. Ja, das ist das Problem...", murmelte er mehr zu sich, als zu den anderen. "Wenn ich meine Hoffnung aufgebe, gebe ich mich selbst auf? Nun...dann bin ich wohl schon aufgegeben. Von mir selbst."
Er schloss die Augen und wandte sich von den Sternen ab.

Merlin würde nicht verstehen. Niemand hier würde ihn verstehen. Wie auch? Er war viel zu egoistisch, erzählte ihnen nichts von der Prophezeiung. Sollte man das egoistisch nennen? Viel eher war es ein verzweifelter Versuch, die anderen zu schützen. Voller Verzweiflung, Kummer und Sorge um die anderen.

Er atmete einmal lange aus, dann schaffte er, den Kopf wieder zu heben und in Merlins tiefe Augen zu sehen.
Der Hengst dachte an sein tiefes Verlangen, nicht an die Erde gebunden zu sein, mit den Sternen zu tanzen und den Vögeln zu fliegen. Nie würde er dieses Verlangen befriedigen können und damit hatte er die Hoffnung aufgegeben. Aber war nicht allein die Tatsache, dass dieser Wunsch bei ihm noch existierte, ein Zeichen dafür, dass er noch Hoffnung hegte? War es nicht Hoffnung, die in ihm keimte, wenn er hoffte, Hoffnung zu haben?

"Ich weiß nicht, ob ich noch Hoffnung habe. Aber ich denke, es ist noch ein Fünkchen da. Wie sollte jemand auch leben, ganz ohne Hoffnung? Ich sagte, ich werde die Hoffnung aufgeben, wenn ich diesen Stern nicht mehr sehen kann. Und das wird sein, wenn ich gefangen werde. Ob bei den Menschen, oder vielleicht in meiner eigenen Welt, die hier wohl gar nicht so weit entfernt scheint. Aber ich weiß nicht, ob ich verloren sein werde, wenn dieser Stern nicht mehr existiert. Wahrscheinlich nicht. Aber ich will meinen Glauben bewahren. Denn er ist mehr, als ich je von meiner Hoffnung erwarten konnte."
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Frisky
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Do Okt 13, 2011 9:37 pm

Frisky verdrehte die Augen bei Rhaveéns letzten Worten, aber wirklich böse war sie nicht auf den Rappen. Merlin ging es gut, dass war alles, was zählte. Wenn sie sich deswegen mit diesem nervigen Hengst rumschlagen musste - gut, was sollte das denn? Sie war eine erwachsene Stute, er ein ausgewachsener Hengst. Und so würden sie sich gefälligst auch benehmen! Sie konnten sich zusammen reißen und sich benehmen wie anständige Pferde, sie mussten sich nicht den ganzen Tag ankötten. Obwohl es ja irgendwie schon Spaß machte, dachte sie mit einem leichten Schmunzeln.

"Ganz ehrlich, wenn du lieb bist und dich gut benimmst, befördere ich dich vielleicht zum Hilfssheriff oder so, dann darfst du auf ein paar mehr Pferden rumhacken, ohne dass es von mir eins übergezogen gibt."

witzelte sie herum. Der Marwarischecke namens Stormbreaker kam zu ihnen und verpasste Rhaveén auch noch einen Seitenhieb. Der Schecke war ihr irgendwie sympatisch. Belustigt zwinkerte sie ihm zu und grinste, als er den Kommentar abließ, sagte aber nichts weiter. Immerhin hatte Storm mit Rha geredetet, nicht mit ihr.


Zuletzt von Frisky am So Okt 16, 2011 11:40 am bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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Rhaveén Iyzán
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Sa Okt 15, 2011 7:01 pm

"Spar dir deine Worte.
Wann anders wirst du sie brauchen können!"


In dem Moment in dem Rhaveén sah wie Frisky die Augen verdrehte musste er unwillkürlich grinsen. Wenn er ehrlich war: Im Prinzip war sie gar nicht so unausstehlich wie er befürchtet hatte. Dennoch fand er es als eine Zumutung seine Zeit mit ihr zu teilen. Aber was blieb ihm anderes übrig? Wenn es sein Mentor so wünschte. Denn auch, wenn Rhaveén dies wohl niemals in seinem Leben zugegben hätte, er hatte Respekt vor Merlin und er missachtete dessen Worte und Wünsche nicht so einfach und das würde sich auch nicht ändern. Denn merkwürdiger Weise hatte dieser Shire ihm wohl im Griff. Auch wenn ihm das selbst ein Rätsel blieb.
Der Marwarihengst näherte sich ihnen von der Seite und sofort verhärtete sich der blick des Schwarze wieder zu undurchdringlichem Eis. Er hatte des anderen Namen schon einmal gehört, doch er wollte ihm nciht mehr einfallen. Wie dem auch sei, Rhaveén machte sich schließlich nciht viel daraus sich irgendwelche Namen zu merken. Er war immer allein gewesen, den einzigsten Namen den er sich gemerkt hatte war Merlin. Herden verabscheute er, komischerweise sie ihn nicht, wie diese Situation einmal wieder zeigte. Das hätte ihm gerade zum Kochen bringen können. Doch der Schecke beanspruchte siene Aufmerksamkeit, denn er ließ einen Spruch ab, für den Rhaveén ihm am liebsten die Fresse poliert hätte. Sein Kopf fuhr herum zu dem anderen und herablassend schnaubte er. Hatte de rkeine eigenen probleme um die er sich kümmern konnte? Hobbys? Freunde? Anderweitige Herdenmitglieder die er mit seiner Anwesenheit belästigen konnte? Zum Beispiel diese durchgeknallte, mit Punkten übersäte Stute? Und er selbst ein Dickkopf? Was konnte er denn dafür, dass die anderen immer taten, was man ihnen befahl.
Er warf den Kopf zurück und schnaubte noch einmal. Wo war er hier nur gelandet?

" Sieht so aus oder? Und wenn du nichts dagegen hast: ich könnte auf deine Anwesenheit verzichten. Und jetzt beschwer dich nicht ich habe das extra noch höflich formuliert, normalerweise tute ich mir diese übertreibene Arbeit gar nicht an! Schon allein das wäre Grund genug, dass du meienr Aufforderung folgst, oder bist du etwa auch eines dieser dummen, naiven Pferde, die glauben sie könnten sich alles rausnehmen und bräuchten den Bitten anderer nicht zu folgen?"

Konnte man das überhaupt Bitte nennen? Er würde es eigentlich mehr als Anordnung sehen, aber das war ja egal, hauptsache dieser Schecke ließ ihn in Ruhe. Woher kannte er den bloß? In seiner Gegenwart fühlte Rhaveén sich jedenfalls unbehaglich. Nicht dass er irgendwie Angst oder dergleichen vor ihm hätte, aber dieser Hengst fiel bei ihm in die Kategorie "unbrauchbares, nerviges Bündel Egoismus". Und das wollte er loswerden. Und zwar schnell.

Da durchzuckte es ihn wie ein Blitz.
Stormbreaker.
Wieso war er nicht gleich darauf gekommen. Das war doch dieser abgedrehte Marwarihengst, der alle anderen in seinem Umfeld töten wollte nur um seinen Blutsdurst zu stillen und sich daran zu ergötzen, wei andere leideten. Nun im Prinzip war er selbst ja auch nicht besser, nur dass e rkeien Pferde umbrachte, sondern die seelisch verkrüppeln ließ. es gab aber auch empfindliche Tierchen.
Nun, vielleicht sollte er den Schecken aus der Schublade "unbrauchbares, nerviges Bündel Egoismus" wieder herausnehmen und ihn stattdessen zu der Kategorie "zwiespaltiges, aber dennoch amüsante Nichtsnutze" hinzufügen?
Plötzlich grinsend sah er den anderen an. Dann wandte er sich an Frisky.

" Da ich ja seeeehr lieb bin: Kann er zu den Pferden gehören? Ich sag auch bitte ..."

Mit Hundeaugen sah er Frisky an, doch dann gab er es selber auf, weil er wusste, dass das eher lustig, als süß war. Und er war ja schließlich nciht lustig. Na gut manchmal, dass musste er zugeben. Aber Rhaveén Iyzán grinste noch immer und das musste einem eigentlich Unbehagen bereiten, denn grinsen tat er eigentlich nur, wenn er entweder etwas beobachtet hatte, woran er seine Schadenfreude auslassen konnte, oder wenn in seinem Kopf sich hinterhältige Pläne zusammenbrauten. Doch das konnte Frisky und Stormbreaker ja egal sein.
Aber da fehlte noch was an seinem Satz:

"...vielleicht!"

So, jetzt war er komplett!



{ Frisky&Storm | sauer über Stomrs anwesenheit | spricht | amüsiert | frisky | grinst }


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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   So Okt 16, 2011 11:32 am

Smiling Sun war sprachlos. Sie blickte von Merlin zu Nyota Kucheza und wieder zurück. Die Beiden unterhielten sich wie zwei Philosophen! Überrascht lauschte sie den Erklärungen der beiden Hengste. Nyota war der Meinung, dass der Polarstern sein Hoffnungszeichen war, das, was ihn zu seinen Taten antrieb. Merlin dagegen meinte allerdings, dass das wohl kaum möglich war, denn jedes Pferd war sein eigener Antrieb.
Smilie selbst hielt sich daraus. Sie war Heilerin und Traumphilosophin, aber keine - Überzeugungsphilosophin? Jedenfalls hatte sie mit dieser Art von philosophieren nie etwas zu tun gehabt und hielt deswegen ihre Klappe. Was eigentlich ein ziemliches Wunder war. Sie lauschte einfach nur den Worten ihrer Freunde, und war beeindruckt. Vielleicht würde sie sich irgendwann mit diesem Thema auseinander setzen, aber jetzt war nicht der Zeitpunkt dafür.
Was sie wohl antrieb?
Toll, sie seufzte. Jetzt dachte sie auch noch über so etwas nach. Aber warum eigentlich nicht? Hätte sie wenigstens wieder etwas zu sagen. Also - was trieb sie an? Sie wollte Frieden auf der Welt, wollte endlich etwas erreichen. Sie wollte jemand sein. Aber das wäre dann Merlins Einstellung - dass nur die Wünsche einen antreiben konnten. Das wäre aber ... nein, es wäre nicht gemein Nyota gegenüber, das zuzugeben. Immerhin war das ihre eigene Meinung.

"Wenn ich mich mal einmischen darf ... ich finde, Merlin hat recht. Nicht nur dieser Stern kann dich und deine Hoffnung ausmachen. Du hast gesagt, du hättest gern ein Zuhause - das ist doch auch Hoffnung, auch ein Antrieb, oder nicht? Ich glaube dir, wenn du sagst, dass dieser Stern einer deiner Hoffnungsträger ist. Aber doch nicht der einzige. Tut mir leid, wenn ich dir das so sagen muss. Doch es ist so."
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Mo Okt 17, 2011 5:32 pm


"Somewhere in the distance.
There´s a voice that calls: >Remember who you are!<"


Lange sah Merlin Nyota Kucheza nachdenklich an. Ihm fiel nichts weiter ein, was er zu dem anderen sagen konnte. Er war eigentlich mehr der stille Zuhörer. Rhaveén übernahm bei ihnen meistens das Reden, zumal Melrin nicht gewusst hatte, wie er sich mit diesen wilden Pferden unterhalten sollte. Aber hier war alles anders gekommen. Und gerade jetzt steckte er in eienr Sackgasse. Sein bester Freund war nie um Worte verlegen, er fand aber auch meistens nicht die richtigen, denn im Gegensatz zu Rhaveén war Merlin nicht schadenfroh. Gut vielleicht hin und wieder, aber nicht in Situationen wie dieser.
Deswegen war er umso dankbarer, als Smiling Sun sich einmischte und ihre Meinung dazu sagte. Als sie ihm zustimmte war er zunächst überrascht, und sah sie fragend aber, aber dann fing er sich wieder. Es war ja wohl klar, dass zu diesem Thema jeder seine eigene Meinung hatte. Er wartete auf eine Reaktion des Braunen, doch da kam nichts weiter, also versuchte er selbst noch einen vorsichtigen Ansatz, denn um nichts in der Welt, wollte er Nyota verletzen.

" Wenn du etwas unbedingt erreichen willst, dann schaffst du das auch. Bestes Beispiel dafür ist doch Frisky. Sie kann Rhaveén im Grunde nicht ausstehen, aber sie wollte, dass er wiederkommt. Um meinetwillen, oder warum auch immer, und sie hat es geschafft, weil sie slebst daran geglaubt hat. Du kannst das auch. Wenn du nur willst. Und ich bitte dich. Aufgegeben hast du dich doch noch lange nicht. Es muss ja nicht jeder rumlaufen, wie ein Sonnenschein. Aber einfach nur vor sich hinvegetieren ist ja auch keine Lösung. Außer man zieht es vor sein Leben hinzuschmeißen und für nichts und wieder nichts herumzulümmeln, als könnte die Welt auch hier und jetzt untergehen. "

Letztere Wortwahl hatte er sich von Rhaveén abgeguckt. Der sprach manchmal genauso. Übertrieben, pessimistisch und niederschmetternd. Aber Merlin schüttelte den Kopf um den zweien zu bedeuten, dass das nicht ganz Ernst gemeint war.



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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Mo Okt 17, 2011 7:27 pm

http://www.youtube.com/watch?v=NANVwMWIO2E&feature=related World Trade Center, eine der schlimmsten Tragödien, die mich jemals berührt hat. Sollen die gestorbenen Menschen in Frieden ruhen. Sollen ihre Familien den Schmerz vergessen.

Nyota nickte langsam, als wollte er den beiden zustimmen. Aber ihm war nicht danach. Schon längst war er in einer Welt seiner eigenen Traurigkeit versunken und seiner eigenen Verzweiflung. Dann hielt er im Nicken inne, schloss die Augen und schüttelte doch langsam den Kopf.

"Ich wünschte, ich könnte Dinge schaffen, nur indem ich an mich selbst glaube. Damit wäre viel getan.", er nickte Merlin zu, dann sah er zu Smilie. Er wusste deren Worte zu schätzen, und dass sie versuchten ihn aufzumuntern und sich an sein 'kleines' Problem machten.
Er wollte nichts mehr sagen. Er wollte sich verziehen, am liebsten einfach den aufflammenden Sternen des Abends zusehen, die Wellen des sich kräuselnden Wassers beobachten. Aber hatte das Gefühl, dass er hier noch etwas klarstellen sollte.

Er sah zu Smilie. Der braune Hengst seufzte und erkannte, wie sehr er sie doch mochte. Wie eine Schwester, die er nie gehabt hatte. Eine Mutter, die zu kurz für ihn da gewesen war. Eine Tochter, die er nie haben würde. Eine Gefährtin, die er nie lieben würde. Die er nie lieben durfte.
Das stämmige Pferd schüttelte den Kopf noch einmal, heftiger, sodass seine Mähne um ihn herum flog und er seine Augen zusammenkniff.

"Ich weiß, es hört sich für euch vielleicht nicht wie etwas sehr logisches und selbstvertrautes an, was ich euch hier erzähle. Aber ich erinnere mich noch daran, dass ich immer nur diesem Stern gefolgt bin. Er hat mir geholfen, auf dem richtigen Weg zu bleiben und es war schon immer sein Verdienst, dass ich meine Hoffnung nicht aufgegeben habe, nicht aufgeben konnte. Wie hätte ich leben können, ohne das einzige, was mir Grund zum leben gibt? Was soll ich tun ohne diesen Stern, der mir half, Schluchten zu überspringen, über Ebenen zu galoppieren, dem Wind zu folgen, meine Herden zu verlass - ", er brach abrupt ab. Er verflucht sich selbst, hatte er doch zu viel verraten.

Resigniert ließ er den Kopf sinken und kniff die Augen zusammen. Er trat einen Schritt zurück und wandte sich etwas ab. Wäre er kein Pferd gewesen, hätte er wohl geweint. Geweint um die vielen verlorenen Freunde, die er schon zurückgelassen hatte. Aber er war noch immer kein Mensch. Er konnte nicht weinen, er konnte keine Tränen vergießen und vielleicht hätte er es auch nicht geschafft, wenn er es gekonnt hätte. Denn der Schmerz und sein Kummer hätten ihn seine Traurigkeit nicht in Tränen fassen können.

Als er es bewältigte, zum wiederholten Male die beiden Pferde vor ihnen anzusehen, ging er noch einen weiteren Schritt zurück. Direkt vor ihm war eine dieser schwarzen Gestalten aufgetaucht. Sie waren wie Schatten, pechschwarze, dunkle Schatten, nur ohne jemanden, der sie werfen konnte. Sie fauchten und spotzten die schlimmsten und grausamsten Träume, die Kucheza sich nur ausmalen konnte, aus und kratzten mit ihren Krallen an seinen Flanken entlang, bevor er sie abschütteln konnte.

Schnell trat er noch zwei weitere Schritte zurück, einen verstörten und konsternierten Ausdruck in seinen Zügen, doch dann war die Gestalt verschwunden. Einfach urplötzlich weg, bevor man etwas dagegen tun konnte. Er beruhigte sich etwas. Doch wenn er sich eine ausmalte, dann dauerte es meist nicht lang, bis weitere auftauchten, so viel hatte Nyota schon aus seiner eigenen Fantasie gelernt. Er sah sich um, blickte nach links und rechts, dann sah er wieder zu Merlin und Smilie, diesmal mit einem deprimierten und hoffnungslos verzweifelten Ausdruck im Gesicht.

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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Do Okt 20, 2011 7:47 pm

Smiling Sun lauschte den Worten ihrer Freunde. Denn nichts anderes waren die Hengste, bei denen sie stand - Freunde. Sie vertraute ihnen, ebenso wie Frisky. Stormbreaker war ebenfalls ein guter Hengst, aber - naja, er hatte sie eben zunächst angegriffen, was die 'Beziehung' zu ihm ein wenig verkomplizierte. Ebenso Rhaveén Iyzán; sie mochte seine Art nicht, dieses Angeberische, Flatterhafte. Aber Merlin und Nyota - sie waren toll. Beide auf ihre besondere Art und Weise, aber beide unglaublich liebenswürdig.

Dann stoppte Nyota's Redefluss mit einem Mal und die Knabstrupperstute wurde aus ihren Gedanken herausgerissen. Sie blickte mit ihren klugen dunklen Augen den dunkelbraunen Hengst an. Er sah wieder aus wie - naja wie eigentlich? Und warum 'wieder'? Besorgt wollte sie sich schon an ihn wenden, als er weiter zurück trat, die Augen seltsam gläsern, den Blick unscharf. Ihr Herz klopfte wie wild - was war mit dem Hengst los?
Als er sich wieder beruhigte, wirkte er total verzweifelt und hatte einen Gesichtsausdruck aufgelegt, der sie erschreckte. Sie ging neben ihn, langsam, fast zögernd, wie bei einem verängstigten, verletzten Tier, das man nicht weiter aufschrecken wollte. Dann stand sie schließlich Hals an Hals mit ihm und sie hob den Kopf, um beruhigend an seinem Mähnenkamm zu knabbern. Dabei drehte sie sich langsam weiter, bis sie sich seitlich an ihn drücken konnte, nur leicht. Ihre Nase drückte sich an seinen Hals.

"Ganz ruhig, Nyota, beruhige dich. Ich bin ja da."

Erst, als es zu spät war, bemerkte Smilie, dass sie mit ihm redete wie mit einem Fohlen, dass aus einem Albtraum aufgewacht war. Aber als sie das erkannte, war es einerseits eh schon zu spät, um es rückgängig zu machen, und andererseits wüsste sie auch keine andere Methode, um für ihn da zu sein. Und das wollte sie. Das hatte sie ihm versprochen.
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Fr Nov 04, 2011 3:28 pm

Sorry Scarlet, dass ich immer so lange brauch ^-^

Whelldryn hätte über den Apfelschimmel ja beinahe loslachen können. Gibt es hier irgendwo Wasser? Fällt fast hinein und frägt dann noch, wo es Wasser gibt. Hilfe. Waren in der Wildnis alle verrückt? Der Lipizzanerhengst bemerkte ja selbst, wie er langsam begann, verrückt zu werden. Er schien nicht mehr ganz bei Sinnen zu sein, schien fern ab von dem, was sich hier abspielte. Oft versank der Schimmel in Gedanken, zog sich zurück in seine Welt, während er alleine durch die Steppe geirrt war. Machte ihn das alles verrückt?
Er sah wieder zu der hübschen Fuchsstute neben sich, grinste sie an und lehnte sich zu ihr hinüber.

"Wie kann man einen so riesigen See übersehen? Da muss man doch schon blind sein oder man läuft mit hoch erhobenem Kopf durch die Welt...was widerum von Arroganz zeugt. Naja, ist ja auch egal."

Whelldryns Worte waren flüsternd, so, dass es wirklich nur Scarlet mitbekam, nicht der Apfelschimmel der vor ihnen stand und alles hier nicht zu begreifen schien.
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Sa Nov 19, 2011 10:16 am

ZEITSPRUNG
Es ist jetzt Abend, fast acht Uhr. Inzwischen ist es etwas kühler, Schatten hat sich über die tieferen Canyons gelegt, so auch über den SilverSea und die Pferde, die bei ihm stehen und sich unterhalten. Merlin geht es wieder etwas besser, Rhaveén und Frisky genießen ihre Streiterei und Smilie und Nyota sind eigentlich kaum von einander zu trennen. Stormbreaker weiß nicht so ganz mit der Situation umzugehen. Jetzt ist es an der Zeit, das Whelldryn und Scalet Royal zu uns stoßen!

Zeit: Abends, acht Uhr
Ort: in den Canyons am SilverSea
Neues: Whelldryn und Scalet Royal können zu uns stoßen!
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Sa Nov 19, 2011 11:28 pm

Whelldryn hob eine Augenbraue, als er bemerkte, dass die Fuchsstute neben ihm ihm nicht antwortete. Schulterzuckend ging er ein Stück von ihr weg, um etwas von dem frischen Fleckchen Gras zu futtern, das er gerade entdeckt hatte. Manche Pferde waren doch wirklich ziemlich unfreundlich und unverschämt. So dachte der Schimmelhengst nun auch von dieser Stute, die ihm noch keine Antwort gegeben hatte. Ein sachter Luftzug wehte über den See, gleichzeitig trug er einen fremden Geruch zu dem Lipizzaner, der nicht anders konnte, als den Kopf in die Höhe zu strecken und zu flehmen. Da waren doch andere Pferde...oder? Ein lautes Wiehern entglitt der Kehle des Hengstes, dann galoppierte er los, ohne Scarlet Royal weiter zu beachten.
Mit gespitzten Ohren ging er auf die Pferde zu, zu allererst auf eine gescheckte Stute, die die Leitstute sein musste.

Guten Tag, dürfte ich mich eurem kleinen Grüppchen anschließen?"

Whelldryn setzte seinen freundlichsten Ton auf, lächelte charmant und war wie immer äußerst höflich.
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BeitragThema: Re: KAPITEL EINS   Heute um 1:09 pm

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